Teil eines Werkes 
11. Th. (1828) Sämmtliche dramatische Werke
Entstehung
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oder die Gefahren der Jugend. 17

Dieth. Seltſam! bey Gott! ſeltſam!

Hädebr. Du ſtiegſt hinab in die Wohnung des Jammers und trockneteſt Thraͤnen im Verborgenen dafür ſey geſegnet!(egt feyerlich die Hand auf ihn.)

Dieth. Was ſoll das? umſchweben mich Geiſter?

Hädebr. Noch vor zwey Tagen retteteſt du einen armen Handwerker von Hunger und Verzweiflung. Dafuͤr ſey geſegnet!

Dieth. Mann! Als ich das that, war ich ganz allein.

Pädebr. Ich war immer bey dir.

Dieth. Man kannte mich nicht.

Pädebr. Ich kenne dich.

Dieth. O du Unbegreiflicher! Findeſt du mich würdig dieſer väterlichen Theilnahme, warum ſtillſt du nicht meinen Durſt nach hoͤhern Wiſſenſchaften?

Hädebr. Ich habe dich ausgeſpaͤht, ich habe dir meinen Stab vorgehalten, wie jener Weltweiſe dem Alcibiades; aber, junger Menſch, kannſt du ſchon in die Sonne ſchauen und ihre Flecken ſehen? Kennſt du ſchon den Abgrund, in welchen verſchwundene Sterne ſanken? und das Lichtmeer, aus welchem ein Stern emporſteigt?

Dieth. Ich verſtehe Sie nicht.

Hädebr. Harre, lerne, ſchweige und vor allen Dingen vergiß!

Dieth. Was ſoll ich vergeſſen? Fotzebue's dram. Werke 11. Th. 2