Teil eines Werkes 
11. Th. (1828) Sämmtliche dramatische Werke
Entstehung
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Das Schreibepult,

Flink. Hier in meiner Hand.(bält ihm ein Billet vor.)

Dieth. Was haſt du da?

Flink. Ein Billet von Mamſell Emllien.

Dieth. Willkommen! Das wird mich zerſtreuen. Eieſt.)

Flink. Zerſtreuen nur? Mich dünkt, für bloße Zerſtreuung iſt das Mädchen zu gut.

Dieth. Fängſt du auch an zu predigen?

Flkink. Ein ſanftes Täubchen

Dieth. Sprich lieber: ein Gänschen.

Flink. Sittſam, wie eine Nonne. 1 Dieth.(achend) Flink lobt die Sittſamkeit! 1 Flink. Ein Herz voll Liebe

Dieth. Zu ſich ſelbſt.

Flink. Beleſenheit

Dieth. Im Mode⸗Journal.

Flink. Schoͤn, wie eine Grazie.

Dieth. Doch nicht ſchoͤn wie Sophie.

Flink. Aber auch kein Kammermaͤdchen.

Dieth. Kurz, Herr Lobredner! ich liebe die ſchö⸗ nen Mädchen nicht, die man immer kuͤſſen muß, damit ſie nichts Dummes ſchwatzen.

Flink. Das gute Kind nährt gewiſſe Hoffnungen

Dieth. Sprich lieber: die Frau Mama; denn eine Mutter findet uberall Hoffnungen, wie ein Syſtem⸗ krämer überall Beweiſe. Flink. Sie lieben alſo die reizende Emilie nicht?