10 Das Schreibepult,
Dieth.(drückt ihm die Hand) Gern! herzlich gern!
Herrm. Ich bitte Sie,— wenn Sie auch das Erwerben noch nicht verſtehen, ſuchen Sie wenig⸗ ſiens zu erhalten, was das Gluͤck Ihnen verſchwenderiſch zuwarf. Bedenken Sie, wie mancher arme Juͤngling, der Ihnen in nichts nachſteht, ſich kuͤmmerlich durch⸗ helfen muß, und verdienen Sie zum mindeſten die Gunſt des Zufalls.
Dieth. Zufall und Frauenzimmer gewaͤhren Ihre Gunſt ſelten dem Verdienſt.
Herrm. Sie haben einen hellen Kopf und ein fuͤhlbares Herz. Welcher Schwindel warf Sie in jenes fremde Element?
Dieth.(leicht) Der Jugendſchwindel.
Herrm. Meiden Sie die Barons, die in Spaa und Pyrmont ihr Handwerk treiben; entfernen Sie ſolche Taugenichtſe von Ihrer Perſon!(auf Flink deutend)
Flink. Gehorſamer Diener!
Dieth. Zeitvertreib, guter Herrmann! Ein froher Tag iſt mir mehr werth, als ein langweiliges Jahr.
Herrm. Beſchaͤftigen Sie Ihr Herz!
Dieth. Das thu' ich! Herrm. Suchen Sie ein braves Maͤdchen! Dieth. Das thu' ich alle Tage.
Herrm. und wenn Sie ſie gefunden haben— Dieth. Ich habe deren ein Dutzend gefunden. Herrm. So heirathen Sie!
Dieth. Hm!— Ja— Das Heirathen iſt


