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Diamant und ſchob ihn an einen Finger der Jungfer Roſa, die es ruhig geſchehen ließ und nur wiederholte: „Ach! Madame, wie konnten Sie glauben, Herr Johann habe Mamſell Chopard je geliebt?— Er
ſollte ſie aber doch heirathen.— Weil ſeine Mutter
dieſe Heirath wünſchte.— Er betrachtete Fräulein Adelaide bereits als ſeine Zukünftige.— D. h. er betrachtete ſie wie alle Andere, ohne ihr beſondere Aufmerkſamkeit zu ſchenken.— Dies hat mir die Chopard nicht geſagt, ſie hat mir im Gegentheile geftanden, ſie ſei bereits in ihrer Liebe zu Johann zu weit gegangen und habe ihm die Rechte eines Gatten eingeräumi.— Ach Gott! Wie abſcheulich! Wie ſchamlos! Der arme junge Mann ſoll Mamſell Adelaide verführt haben! Nein, Madame, nein, das iſt nicht der Fall. Um ſich zu rächen, hat Mamſell Chopard ſolche freche Lügen erfunden! Aber wenn ihre Eltern wüßten, daß ſie dies geſagt hat! Herr Chopard würde höchſt übel dazu ſehen!“
Caroline glaubte der kleinen Bonne; es machte ihr das größte Vergnügen, ſich zu überzeugen, daß Johann ſich nicht ſo benommen hatte, wie Adelaide ihn ſchilderte. Sie ließ ſich von Roſa Alles wieder⸗ holen, was dieſe über Johann, über ſeine Kindheit, ſeinen Charakter, die projektirte Heirath und den Irrthum derjenigen wußte, welche Johanns verän⸗ dertes Betragen ſeiner Liebe zu ſeiner Zukünftigen
zuſchrieb. Endlich überzeugte ſich Caroline, daß ſie allein von Johann geliebt worden ſei und daß
er ſie noch liebe.„Zum Lohne für ſeine Liebe alſo,“
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