Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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Luzarche nicht mehr ausgegangen und ſcheine immer ſehr übel gelaunt. Voll Freude rieb ſich Adelaide die Hände und ſagte:„Ich habe geſiegt! Sie ſind entzweit! Sie werden einander nicht mehr ſehen! Ich will Johann noch einige Zeit jammern laſſen, dann werde ich an einem ſchönen Tage vor ihn hin⸗ treten und zu ihm ſagen:„Sie ſind ein treuloſer Schelm! aber ich liebe Sie immer noch, obwohl Papa und Mama es mir verboten haben; heirathen Sie mich und ich verzeihe Ihnen.“ Dann wird er mich heirathen„ Und die ſchöne Frau, die ich abſcheulich häßlich finde, wird aus Gram dahin⸗ welken.

Durch ein zufälliges Zuſammentreffen mit Ade⸗ laide auf der Straße erfuhr Roſa, Schönzopfs kleine Bonne, Johanns Wohnung. Sogleich beſchloß ſie, dieſelbe aufzuſuchen. Sie trat ein, und Johann legte eine große Freude an den Tag, ſie wieder zu ſehen; Roſa fragte Herrn Durand nun, wie es ſeit den fünfzehn Monaten, wo man nichts mehr von ihm gehört habe, ergangen ſei. Johann erzählte ihr hierauf Alles, was ſich zwiſchen ihm und Caroline zugetragen; ſein Glück, ſeine Wonne, während er ſich geliebt glaubte, und ſeine Verzweiflung in den letzten drei Wochen, in welchen er den Gegenſtand ſeiner Anbetung nicht mehr ſah.

Roſa, welche Johann mit vieler Aufmerkſamkeit zugehört hatte, ſagte jetzt:„Vor Allem, mein Herr, dürfen Sie nicht verzweifeln, denn Madame Dor⸗ ville liebt Sie noch immer.— Du glaubſt es, Roſa?