Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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kameraden! Die Genoſſen meiner Jugend! Schwoͤret nur Eide! Faſſet nur Pläne!“

Neuntes und letztes Kapitel. Noch einmal die kleine Bonne— Doppelte Heirath.

Der Anblick ſeiner ehemaligen Kameraden ließ es Johann nicht bereuen, daß er einen von den ihrigen verſchiedenen Weg in der Welt eingeſchlagen habe. Am Morgen nach ſeinem nächtlichen Aben⸗ teuer raffte Johann deßhalb ſeine Bücher und Schreib⸗ hefte wieder zuſammen und ſagte:„Wenn ſie mich auch nicht liebt, ſo verdanke ich ihr doch, daß ich nicht mein ganzes Leben lang ein unwiſſender Tölpel geblieben bin und ich fühle, daß es ſchon ein Glück iſt, ihr nur etwas zu verdanken.“

Johann fand wieder Geſchmack am Studiren, denn er fühlte, daß dies allein die Langeweile von ihm fern halten könnte. Er dachte unaufhörlich an Caroline und machte keine vergeblichen Verſuche mehr, ſie aus ſeiner Erinnerung zu verbannen. Sie

hatte ihm verboten, ſie zu beſuchen, und Johann

beſaß allzu viel Stolz, als daß er dieſem Verbote

hätte Trotz bieten wollen. Da er nicht begriff,

warum Caroline ihn deßhalb aus ihrer Gegenwart

verbannte, weil er Fräulcin Chopard hätte heirathen

ſollen, ſo lebte noch die Hoffnung in ſeinem Herzen,

die ſchöne Frau werde ihn nicht gänzlich vergeſſ Paul de Kock. 0.