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mit jedem Augenblicke ſcheint ſie aufgeregter zu wer⸗ ven, denn nach Johanns Schreiben iſt die Zeit ſei⸗ ner Ankunft jetzt da, und dieſe Ankunft muß ſie überzeugen, ob Fräulein Chopard die Wahrheit ge⸗ ſagt hat. Die Perſonen, welche in Madame Dor⸗ ville's Hauſe wohnen, wünſchen den jungen Mann ſehnlichſt herbei, denn ſie hoffen, ſeine Gegenwart werde Carolinens Traurigkeit zerſtreuen..
Sich den ſüßeſten Träumen überlaſſend, reiste Johann von Paris ab und kam richtig zur bezeich⸗ neten Zeit in Luzarche an. Er war jetzt wieder hergeſtellt, wiewohl immer noch ſehr ſchwach. Ein Cabriolet brachte ihn an den Ort ſeiner Beſtim⸗ mung. Luiſe, die Johann ausſteigen ſah, lief ihm entgegen und ſagte:„Ach wie froh bin ich, Sie zu ſehen, mein Herr!— Danke, gute Luiſe. Wo iſt Deine Gebieterin?— Im Salon.„ Ach! ich hoffe, Sie werden ihr jetzt ihre frühere Mun⸗ terkeit wieder geben!— Was willſt Du damit ſa⸗ gen?— Madame ißt ſeit einigen Tagen nicht mehr dieſelbe, ohne daß wir den Grund davon errathen können.“
Johann hörte nimmer auf Luiſe, ſondern eilte
in den Salon. Madame Dorville ſaß neben Ma⸗ dame Marcelin und Laura. Bei Johanns Anblicke konnie ſie ſich einer heftigen Aufregung nicht erweh⸗ ren, indeß unterdrückte ſie doch dieſelbe und empfing ihn mit Höflichkeit. Aber der kalte Ton, in welchem ſie ſich nach ſeiner Geſundheit erkundigte, der zurück⸗ haltende Ausdruck ihrer Miene, ihre veränderten


