Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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Fall wäre. doch ach! es iſt nur zu wahr..„die⸗ ſes Frauenzimmer muß ihn ſehr lieben, daß ſie ein ſolches Geſtändniß ablegt. Und er er hat ſie auch geliebt. Ich geſtehe, daß ich ihm einen beſſern Geſchmack zugetraut hätte. aber ich habe viel⸗ leicht Unrecht. das Frauenzimmer kann ihm ſehr hübſch vorgekommen ſein.. Sie hat einen ſuper⸗ ben Wuchs. Ach! Johann, wie haſt du mich ge⸗ täuſcht! Indeß Alles, was er mir zu gefallen ſeit einem Jahre gethan hat. Gleichviel, ich kann einen Menſchen, der ein Frauenzimmer mit dem Verſprechen der Ehe hintergeht, nicht achten, und Jemand, den ich nicht achte, werde ich auch nie heirathen.“

Das ganze Haus bemerkte bald eine auffallende Veränderung in Carolinens Gemüthsſtimmung. Ma⸗ dame Marcelin und die kleine Laura fragten ſie um die Urſache; aber Caroline verſicherte, daß man ſich täuſche und daß ſie keinen Kummer habe. Um ihre Gebieterin wieder zum Lächeln zu bringen, glaubte Luiſe, von Johann mit ihr ſprechen zu müſſen. Dadurch jedoch wurde ſie noch weit ernſter und verbot ihrem Kammermädchen, in Zukunft Herrn Durand auch nur mit einem Worte zu erwähnen. Ganz erſtaunt ſchwieg Luiſe, dachte aber bei ſich ſelbſt:„Seit dem Beſuche der großen Dame iſt meine Gebieterin nicht mehr dieſelbe.. Dieſes Menſch hätte wohl dürfen in Paris bleiben!“

Zwei Tage ſind ſeit dem Beſuche Adelaidens verſtrichen. Caroline iſt fortwährend traurig; aber