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— Ich, Fräulein?— Ja, Madame, Sie. Sie kennen doch Herrn Johann Durand?“
„Herrn Durand? Ja, Fräulein,“ erwiderte Ca⸗ roline, wider Willen erröthend.—„Sie haben da eine ſehr ſchlechte Bekanntſchaft gemacht, Madame! — Wie ſo, Fräulein? Erklären Sie ſich deutlicher. — Ja, Madame, ich will mich erklären, deßhalb bin ich hierher gekommen. Sie werden wiſſen, Ma⸗ dame, daß ich Adelaide Chopard heiße und die Toch⸗ ter achtbarer Eltern bin; mein Vater iſt ein ehe⸗ maliger Deſtillateur, der ſich vom Geſchäfte zurück⸗ gezogen hat, und wenn ich etwas in Branntwein einmache, ſo hält es ſich wie die egyptiſchen Mumien. — Fräulein, ich denke, Sie werden mich nicht da⸗ mit unterhalten wollen?— Nein, Madame, aber man muß doch im Vorbeigehen ſeine Erziehung zei⸗ gen.— Das gebe ich zu, Fräulein.— Endlich, Madame, um auf Johann zurückzukommen, müſſen Sie wiſſen, daß wir intime Freunde ſeiner Eltern waren und daß man ſchon in früheſter Jugend un⸗ ſere ſpätere Verbindung beſchloſſen hatte.— Ihre Verbindung.. Ihre Verbindung mit Herrn Durand? — Ja, Madame.— Aber öfters gefallen von El⸗ tern entworfene Pläne ihren Kindern nicht.— O, Madame, im Gegentheil gefiel uns dieſer Plan ſehr gut. Wir waren immer beiſammen.. wir ſpielten Papa und Mama mit einander; Johann konnte keinen Tag ohne mich ſein, deßhalb nannte man uns im ganzen Quartier nur Paul und Vir⸗ ginie.“
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