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Caroline konnte kaum den Eindruck verbergen, welchen Adelaidens Erzählung auf ſie machte, und dieſe, welche die Verlegenheit ihrer Rivalin bemerkte, freute ſich bereits der gelungenen Rache und ent⸗ ſchloß ſich ſogar, ihren Ruf zu opfern, um Johann bei Madame Dorville anzuſchwärzen.
„Endlich, Fräulein?“ ſagte Caroline und ſuchte ihre Aufregung zu verbergen.—„Endlich, Madame, ſind wir groß geworden und unſere Liebe entfaltete ſich mehr und mehr. Johann betete mich an und wiederholte es mir täglich, ſo daß unſere Eltern glaubten, es ſei jetzt Zeit, uns zu verheirathen. Als die Mutter meines Zukünftigen ſtarb, waren wir ſchon ſeit ſechs Wochen verlobt; dieſes Ereigniß verzögerte unſere Heirath, aber ich betrachtete Jo⸗ hann bereits als meinen Mann. Er war oft allein bei mir, er zeigte ſich ſo zärtlich und ich war ſo ſchwach, daß.
„Ich verſtehe Sie, Fräulein.. Sie brauchen nicht weiter zu ſagen!“ rief Caroline, die kaum mehr athmen konnte.
„Sollte man nun glauben, Madame, daß nach ſolchen Vorgängen der Undankbare und Treuloſe plötzlich unſer Haus nicht mehr beſuchte und meinem Vater ſagen ließ, er könne mich nimmer heirathen, weil er in Sie verliebt ſei und auf Ihre Hand zähle?“
„Herr Johann hat dies geſagt, Fräulein?— Ja, Madame; ohne Zweifel wird er es läugnen, aber fragen Sie ihn, ob er Adelaide Chopard kenne,


