————
15
ſingen, nicht wahr?“ ſagte ein kleiner Herr mit einer Lorgneite, der Caroline grüßte, während Jo⸗ hann zwiſchen den Zähnen murmelte:„Der Teufel hole alle dieſe verdammten Schwätzer!“
Caroline entſchuldigte ſich, daß ſie nicht noch ein⸗ mal fingen könne, und der kleine Herr ging weiter, um eine Virtuoſin zu ſuchen; Madame Dorville wandte jetzt ihre Blicke wieder auf Johann, welcher ſtammelte:„Es ſcheint, daß man hier unmöglich zwei Worte ruhig mit einander ſprechen kann.“
„In vornehmer Geſellſchaft,“ erwiderte Caro⸗ line,„wechſelt man viele Worte, aber man ſagt ſich ſehr wenig.“
In dieſem Augenblick gehen mehre Damen auf Madame Dorville zu, und diesmal muß Johann von ſeinem Platze weichen; aber er hält ſich ganz in der Nähe, feſt entſchloſſen, ſeinen Wachpoſten unter kei⸗ ner Bedingung zu verlaſſen.
Jetzt läßt ſich das Orcheſter hören und Tolbecks herrliche Quadrillen laden zum Tanze ein.
„Tanzen Sie nicht, ſchöne Dame?“ ſagt ein jun⸗ ger Zierbengel zu Madame Dorville und reicht ihr die Hand. Caroline gibt auf die Bitten des jungen Herrn nach, ſteht auf, reicht ihm den Arm und ent⸗ fernt ſich, nachdem ſie zuvor noch einen Blick auf Johann geworfen hat.
Dieſer ſtampft vor Aerger mit dem Fuße, als er Caroline gehen ſieht. Jetzt tritt Gerſac in den Salon, wo Johann allein in einer Ecke ſitzt und ſeinen Gedanken nachhängt.„Was zum Teufel machen


