Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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nimmt Madame Dorville beim Arme und führt ſie an das Piano, wo bereits eine andere Perſon ſitzt. Johann folgt allen dieſen Bewegungen; er wirft zornige Blicke auf den jungen Mann, der mit Ca⸗ rolinen lacht und plaudert. Seine Wuth ſteigert ſich noch, als er im Geſange an die hübſche Frau die zärtlichſten Liebesgeſtändniſſe richten hört, worauf dieſe mit bezaubernder Stimme dem jungen Manne antwortet, daß ſie ſeine Liebe theile.

Johann fühlt einen kalten Schweiß auf ſeinem Geſichte ſtehen; er ballt die Hände, beißt ſich in die Lippen und iſt mehrmals im Begriffe, nach dem Piano hinzugehen und mit demjenigen, der es wagte, mit Madame Dorville von ſeiner Liebesglut zu ſpre⸗ chen, einen Streit anzufangen.

„Das iſt herrlich geſungen!“ ſagte eine Dame neben Johann.„Welcher Geſchmack! welcher Aus⸗ druck! Nicht wahr, mein Herr?“

Dieſe Frage war an Johann gerichtet, der indeß keine Antwort gab und nur auf die Singenden hörte. „Es iſt ein Duett aus den Aubergistes de qualité, nicht wahr, mein Herr?“ ſagte abermals die Dame zu Johann, und da ſie wieder keine Antwort erhielt, ſo glaubte ſie, der junge Mann ſei taubſtumm.

Das Duett war zu Ende, Madame Dorville kehrte an ihren Platz zurück. Man überhäufte ſie mit Complimenten und nun begriff Johann, daß das, was er gehört hatte, nur ein mufikaliſches Stück war, aber er fühlte auch, welches Glück es ſein müſſe, wenn man ſo ſchön mit Caroline fingen könne,