muß man die Flüche unterdrücken! Sie müſſen ſich da ſehr in Acht nehmen; jedoch,„der Teufel ſoll mich holen,“ können Sie ganz ruhig ſagen; auch dürfen Sie Ihre Finger nicht benetzen, wenn Sie Karten ſpielen, das gehört nicht zum guten Tone. Glücklicherweiſe haben Sie neulich, als Ihnen dies begegnete, 500 Franken verloren, ſonſt würde man Ihnen dieſen Verſtoß gegen den Anſtand nicht ver⸗ ziehen haben. Heute Abend werden Sie ſehen, was eine brillante Reunion heißt! Charmante Frauen⸗ zimmer Künſtler, Banquiers... kurz eine bunte Geſellſchaft„— Ach Gott! Sie machen mir Angſt.— O nein, mein Freund, im Gegentheil; man fühlt ſich unter dreihundert Perſonen weit behaglicher als unter zwölf.“
Johann verſprach, Gerſac's Lehren zu befolgen, und nachdem er eine elegante Toilette gemacht, be⸗ gab er ſich mit ſeinem Rathgeber zu der glänzenden Soirée, welche in einem ſchönen Hotel des Fau⸗ bourg St. Honoreé ſtattfand.
Die Reunion iſt zahlreich; aber Johann fühlte ſich nicht behaglich, obwohl er unter der Menge weniger bemerkt wurde; Gerſae erfüllte die Forma⸗ lität der Vorftellung; er führte Johann zu einem ſiebenzigjährigen Greiſe, der einige höfliche Worte an ihn richtete, auf welche Johann mit einer tiefen Verbeugung antwortete, dann ging der Alte zu einer andern Perſon und Gerſae ſagte leiſe zu Johann:„Nun, mein Lieber, haben Sie die Be⸗ kanntſchaft des Herrn vom Hauſe gemacht und


