89
wollte ich Sie fragen, was aus ihm geworden ſei. Wir haben ihn ſeit jenem Abende, wo Sie ihn mit⸗ brachten, nicht wieder geſehen.— Ach Gott! was ſoll das heißen?— Ich geſtehe Ihnen, daß ich ſehr fürchte, er möchte jene Krankheit von den Eng⸗ ländern angenommen haben, Sie wiſſen ja.. den Spleen. und meine Tochter fürchtet es auch. — Zum Leufel! Sie machen mir nicht wenig Un⸗ ruhe„ Sicherlich, wenn er immer weint.. Und meine verdammte Gicht, die mir das Ausgehen noch nicht erlaubt.. Aber Sie müſſen ihn beſuchen, lieber Chopard. Sie müſſen durchaus den armen Jungen tröſten.— Allerdings, als ſein künftiger Schwiegervaterkannich mich wohl nach ſeinemBefinden erkundigen, ohne deßhalb den Anſtand zu verletzen. — Ganz natürlich; gehen Sie und ſagen Sie mir dann wieder, in welchem Zuſtande Sie ihn gefun⸗ den haben.“
Herr Chopard verläßt den ſeines Pathen wegen ſehr beſorgten Schönzopf, während Mamſell Roſa über das, was ſie gehört hat, ſich freut.
Der ehemalige Deſtillateur ſucht in der St. Pauls⸗ ſtraße Johanns Wohnung auf. Er fragt nach Herrn Durand und erhält zur Antwort, daß derſelbe ſeit einem Monat ausgezogen ſei und jetzt in der Rue de Provence, Chauſſée d'Antin wohnte.
Herr Chopard, ziemlich verwundert über dieſe Nachricht, begibt ſich in die Rue de Provence und findet bald Johanns Wohnung. Es iſt ein pracht⸗ volles Haus. Im dritten Stocke deſſelben angekom⸗


