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Lebensart Leuten begegnet, die nicht einmal ſo viel werth ſind als ein Bauer in Holzſchuhen.
Die Familie Chopard wartete indeß vergebens, daß Johann ſeinen Beſuch erneuern würdez Fräulein Adelaide verzehrte ſich faſt vor Liebe und Lange⸗ weile; die Deſtillation ward vernachläſſigt, die Wiſ⸗ ſenſchaften und die Künſte wurden aufgegeben. Seit dem traurigen Beſuche Johanns war mehr als ein Monat verſtrichen und man hörte nicht mehr von dem Bräutigam ſprechen. Ein ſolches Betragen ſchien ungewöhnlich.
„Es iſt ganz natürlich, den Verluſt ſeiner Eltern zu beweinen,“ ſagte Fräulein Adelaide,„aber doch gibt es in Allem ein beſtimmtes Maß. Wenn mein Verlobter ſeit ſeinem letzten Beſuche immer Thränen vergoſſen und Seufzer ausgeſtoßen hat, ſo muß er jetzt trocken ſein wie ein Kukuk und ich möchte ihn vor der Heirath durchaus nicht ganz verkommen laſſen.“
„unſere Tochter hat Recht,“ ſagte Herr Chopard, „Johann treibt die Sache zu weit; wie Adelaide ganz richtig bemerkte, gibt es in Allem ein beſtimm⸗ tes Maß, und der junge Mann hat daſſelbe über⸗ ſchritten.— Lieber Vater, ich will, daß er uns beſucht, ich will wiſſen, was er thut, ich kann nicht länger auf dieſe Weiſe leben.— Beruhige Dich, liebe Tochter,“ ſagte Madame Chopard,„Du weißt, daß der arme Johann ganz verliebt geworden iſt.— Ich weiß nicht, ob er ganz verliebt iſt, aber es ſcheint mir jedenfalls ſehr unbillig, daß er uns gar nicht mehr


