Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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hann ſie nicht mehr beſuchte; Fräulein Adelaide erwartete ihn jeden Tag. Man fragte Schönzopf und dieſer erwiderte:„Mein Pathe treibt alle Ge⸗ fühle auf die Spitze. Weil er fürchtet, der Anblick ſeiner Verlobten möchte ſeine Mutter bei ihm in Vergeſſenheit bringen.. deßhalb iſt er noch nicht gekommen.— Das macht ſeinem gefühlvollen Her⸗ zen die größte Ehre,“ ſagte Madame Chopard.— „Und beweist zugleich die Stärke ſeiner Liebe zu unſerer Tochter,“ fügte Herr Chopard bei.

„Mit dem Allem iſt mir wenig gedient,“ bemerkte Adelaide.„Mein Gott, er wird nicht von Liebe mit mir ſprechen; ich weiß wohl, daß wir jetzt nicht ſogleich heirathen können, aber ich will ihn ſehen, Herr Schönzopf, ich will es

„Ich werde ihn mitbringen, ſchönes Kind; Sie wiſſen, daß er Ihnen zu gefallen alle Opfer bringt: er raucht zum Beiſpiel nicht mehr.— Er raucht nicht mehr!.. Ah, das iſt charmant! Ich habe es ihm aber doch nicht verboten.— Das iſt gleich⸗ gültig; Johann hat mir geſagt, er habe bemerkt, daß dies den Damen mißfalle.— Ah, meine Toch⸗ ter, Du wirſt einen köſtlichen Mann bekommen⸗ O, lieber Vater!“

„Endlich,“ fuhr Schönzopf fort,„geht er nim⸗ mer in die Kneipe, ſpielt nimmer Billard und hat alle jene ſauberen Kameraden, die ſonſt Geld von ihm entlehnten, aufgegeben.“

„Das iſt ſehr gut...— O, er macht ſich Auch in der Kleidung hat er, Ihnen zu gefallen,