Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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„Es i alſo eine ſehr hübſche Frau, mein Herr? — O ja, Roſa, eine Figur, welche ſogleich gefällt.

— Sie iſt jung?— Etwa zwanzig Jahre alt.—

Groß?— Von gewöhnlicher Taille, aber ſehr gut

gewachſen.— Sie war hübſch gekleidet?— Ja, elegant.— Was für ein Kleid trug ſie?“

Johann machte eine ungeduldige Bewegung und

rief:„Glaubſt Du, ich habe den Stoff ihres Klei⸗ des betaſtet? Es iſt eben eine ganz modiſch ge⸗ kleidete Dame.— Sie haben den Chopards nichts von Ihrem Beſuche bei dieſer Dame geſagt?— Meiner Treu, nein. Wozu denn?— Natürlich find Sie Herr Ihrer Handlungen, und Sie wären ſehr dumm, wenn Sie ſich genirten.. Haben Sie dieſer Dame ſchon einen zweiten Beſuch abge⸗ ſtattet?— Nein.. Glaubſt Du, ich könne ſie wieder beſuchen, Roſa?— Warum nicht? Hat die Dame Sie nicht eingeladen? Sie haben ihr einen Dienſt geleiſtet, es wird ihr daher Freude machen, Sie wieder zu ſehen, das iſt ganz natürlich, und meiner Anſicht nach wäre dies für Sie eine ſehr angenehme Bekanntſchaft.— Glaubſt Du, Roſa? Wie, Du glaubſt?„

Ganz entzückt ſchließt Johann die Bonne in ſeine Arme und küßt ſie zu wiederholten Malen; Roſa läßt ſich küſſen, während ſie fortwährend ruft:„Wol⸗ len Sie aufhören... Wenn mein Herr käme... er würde wieder glauben, daß und Gott weiß doch, daß wir ſehr tugendhaft find.“

Nachdem Johann die Bonne noch einmal geküßt

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