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Roſa öffnete alſo Johann die Thüre und machte eine Bewegung des Staunens, als ſie ihn erblickte. „Wie, Sie ſind's, Herr Johann?— Ja, Roſa, ich bin's.— Wahrhaftig, ich hätte nicht im Ent⸗ fernteſten daran gedacht.— Iſt mein Pathe zu Hauſe?— Nein, mein Herr Sie wünſchen ihn ohne Zweifel zu ſehen?“
Dieſe Frage wird mit einer etwas ſpöttiſchen Miene gethan. Johann beachtet es nicht, ſondern tritt in das Zimmer und ſetzt ſich in einen Lehn⸗ ſtuhl; die kleine Bonne folgt ihm, während ſie ihre Haarlocken ordnet.
Wiſſen Sie, Herr Johann, daß Sie lange, lange uns nicht mehr beſucht haben— O, ich weiß es wohl,“ erwidert Johann mit zerſtreuter Miene und ohne die ſchelmiſchen Blicke Roſa's zu bemerken.
„Seit dem Tage nicht mehr, wo der Herr ſo raſch heimkam, während wir miteinander plauder⸗ ten.„Sie waren ſchuld, daß ich geſchmält wurde! Aber warum ſagten Sie denn, Sie hätten mich geküßt? Solche Dinge ſagt man nicht.“
„Bah! bahl das find Dummheiten!“ erwiderte Johann. Hierauf erzählte er der kleinen Bonne ſein nächtliches Abenteuer und ſeinen Beſuch bei Madame Dorville.
Roſa hört aufmerkſam zu; ſie nimmt das Ver⸗ gnügen wahr, welches Johann empfindet, während er von Madame Dorville ſpricht, und ſie richtet in dieſer Beziehung tauſend Fragen an ihn.


