Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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7⁰

Lange genug geſeufzt. jetzt iſts an ihm! Laſſen

Sie mich meinen Triumph genießen.“

Johann wußte ſelbſt nicht, warum er nimmer fröhlich war, warum er das, was ihn ſonſt amü⸗ firte, langweilig fand; das Bild der Madame Dor⸗ ville ſchwebte öfters ſeinem Geiſte vor; dann är⸗ gerte es ihn wieder, daß er ſich immer mit einer Frau beſchäftige, die er kaum kannte.„Sie iſt allerdings hübſch,“ ſagte er,„ja, ſie iſt entzückend; aber was hilft mir dies, da ich ſie nicht mehr ſehen darf? Wenn ich indeß wollte. hat ſie mich nicht eingeladen, ſie zu beſuchen? Aber was ſoll ich in den ſchönen Salons thun, wo man nichts als Com⸗ plimente machen muß? Bah! ich will nimmer daran denken. das iſt eine Geſellſchaft, die mir ganz und gar nicht behagt.“

Und dennoch dachte Johann immer an die Kokette, er glühte insgeheim vor Sehnſucht nach ihr. Um dieſe Gedanken los zu werden, ſuchte er ſich zu zerſtreuen, aber ſeine alten Vergnügungsörter boten ihm keinen Reiz mehr, und er begab ſich eines Morgens zu Schönzopf, den er ſeit langer Zeit nicht mehr beſucht hatte.

Schönzvpf war nicht zu Hauſe, ſondern machte Beſuche in der Nachbarſchaft; da er auf ſeinen Pathen, den er ganz mit Fräulein Chopard be⸗ ſchäftigt glaubte, nimmer eiferſüchtig war, ſo be⸗ wachte der ehemalige Friſeur die. kleine Bonne weniger als früher und ließ ſie allein, ohne Ver⸗ dacht zu ſchöpfen.

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