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Johann zuckte die Achſeln; Schönzopf allein be⸗ hauptete, daß das Benehmen ſeines Pathen ganz natürlich geweſen ſei.
„Bei all dem,“ ſagte Adelaide,„werden Sie zugeben, daß dieſe Damen, die Abends allein nach Hauſe gingen, nichts Rechtes geweſen ſein können. — Allerdings,“ ſagte Herr Chopard,„allein und ohne einen Cavalier da war es ſchon der Mühe werth, ſich für Solche einer Gefahr auszuſetzen!“
Johann warf einen ungeduldigen Blick auf ſeine Künftige und brummte:„Mamſell, ich weiß wohl, was ich zu thun habe Sehr mißvergnügt über das, was man von den beiden Damen geſagt hatte, erwähnte er ſeinen Beſuch bei Madame Dorville mit keinem Worte, ſondern wünſchte der Familie Chopard ſobald als möglich gute Nacht.
Mehre Tage verſtrichen. Johann iſt nicht ſo heiter wie ſonſt. Er begibt ſich nach ſeiner Ge⸗ wohnheit ins Kaffeehaus zum Billardſpiel, aber er fühlt Langeweile und bleibt nur kurze Zeit. Wenn er die Chopards beſucht, ſo ſpricht er manchmal eine Viertelſtunde lang kein Wort. Fräulein Ade⸗ laide iſt mehr als je überzeugt, daß er Liebe für ſie empfindet, weil er ſo ſchweigſam und trübfinnig iſt, und Madame Chopard ſagt zu ihrer Tochter: „Meine Theure, man wird wohl Deine Hochzeit um einige Tage früher halten müſſen, ſonſt könnte Dein Verlobter vor Liebe ſterben.— Deſto beſſer, deſto beſſer,“ ſagte Fräulein Adelaide;„ich habe


