Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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Jobanns Seufzer erfüllte Fräulein Chopard mit

einer tollen Fröhlichkeit; die Eltern ſchloſſen daraus, daß die jungen Leute ſehr zufrieden mit einander ſein müßten, und Schönzopf, der natürlich auch anweſend war, hörte Fräulein Adelaide zu ihrer Mutter ſagen:„Mein Zukünftiger iſt dieſen Abend herzig!— Ich finde ihn weniger heiter als ſonſt,“ antwortete Madame Chopard.—„Gerade das wollte ich, Mama; die Liebe macht ihn melancho⸗ liſch und zerſtreut. O, ich will mich ſchon äuf ſeine Koſten amüſiren 8

Fräulein Adelaide hüpfte wie toll im Salon auf und ab; Papa Chopard ſagte deßhalb zu Schön⸗ zopf:„Sehen Sie, meine Lochter ſpielt die Kokette, um ihren künftigen Gemahl beſſer zu unterjochen! Sie kennt bereits ihre Gewalt. Ah! die Weibs⸗ leute!“

Johann nimmt keinen Theil an der Unterhal⸗ tung, ſondern denkt fortwährend an ſein geſtriges Abenteuer; er möchte indeß gerne lachen und plau⸗ dern wie gewöhnlich, aber er iſt zerſtreut, ſeine Gedanken ſind abweſend. Herr Chopard neckt ihn und fragt, warum er ſo nachdenklich ſei, und Jo⸗ hann erzählt, was ihm am geſtrigen Abende in der Rue des Trois⸗Pavillons begegnete.

Jedermann lobt den Muth des jungen Mannes. „Allein einen Dieb aufhalten!“ ruft Herr Chopard; „er konnte auch bewaffnet ſein— Sie ſetzten ſich einer großen Gefahr aus,“ ſagte Madame Chopard.