Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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beklagte, ſo ſtellte er demjenigen, den er für un⸗ glücklich hielt, ſeine ganze Börſe zur Verfügung. Viele borgten nun von ihm, ohne es ihm wieder zurück zu zahlen, und oft traf es ſich, daß er den vermeintlichen Unglücklichen, welchem er geholfen, in einem Wirthshauſe ſchwelgen und ſich über ſeine Gutmüthigkeit luſtig machen ſah. Schönzopf ſiellte ihn deßhalb manchmal zur Rede, aber Johann wollte nie auf die engherzigen Grundſätze ſeiner Pathen eingehen.

Johann beſuchte oft mehrmals des Tages den alten Peruquier, fand ihn aber nicht immer zu Hauſez dagegen traf er Jungfer Roſa, eine junge Bonne, welche der galante Herr als Haushälterin angenommen hatte. Dieſe ſah Johann nicht un⸗ gerne; beſonders fand das Mädchen Gefallen an ſeinem freien, ungenirten Weſen. Johann plauderte mit Roſa, die keineswegs die Spröde ſpielte, und oft drückte er ihr während des Geſpräches die Hand, dann den Arm, dann das Kinn und manchmal auch noch etwas Anderes. Jungfer Roſa wurde keines⸗ wegs böſe, ſondern ſtellte ſich, als gebe ſie nicht Acht darauf.

Als Johann eines Morgens ſeinen Pathen nicht zu Hauſe fand, ſetzte er ſich neben die junge Bonne und ſagte zu ihr:„Roſa, man behauptet, ich ſei roh, uncultivirt, glauben Sie das?— Gewiß nicht, Herr Johann, ich habe Sie im Gegentheile immer ſehr artig gefunden. Sie ſind jung und lebhaft, das iſt ſehr verzeihlich! Auch liebe ich lang⸗