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ihm der würdige Pathe mitzutheilen, daß ſein Vater während ſeiner zweimonatlichen Abweſenheit am Schlage geſtorben ſei, obwohl er jeden Morgen einen Kräuterabguß gegen einen ſolchen Fall ein⸗ genommen habe. Johann fand deßhalb ſeine älter⸗ liche Wohnung in ganz veränderten Verhältniſſen. Madame Durand hatte ſich vom Geſchäfte zurück⸗ gezogen und lebte von ihren ſechstauſend Thalern Renten, welche ſie der Sparſamkeit ihres Mannes und dem vortheilhaften Verkaufe des Kräuterladens verdankte. Da nun Johann von dem Vermögen ſeiner verſtorbenen Pathe eben ſo viel Renten be⸗ zog, ſo ſagte Madame Durand zu Jedermann: „Mein Sohn erhält eines Tages zwölftauſend Thaler Renten, mit dieſen, ſo wie mit ſeiner hübſchen Figur und ſeinen ſonſtigen Eigenſchaften kann er eine Herzogin heirathen.“
Uebrigens hatte Johann, beiläufig geſagt, eine größere Vorliebe ſür Griſetten, als für Herzoginnen. Er war jetzt häufig in Geſellſchaft Schönzopfs und lebte ganz nach ſeinem Behagen, aber ohne ſich, wie unter ſeinen früheren Freunden, zu berauſchen.
Die Zeit floß ſchnell dahin. Johann hatte ſein neunzehntes Jahr zurückgelegt. Er ſchloß ſich an mehre junge Leute ſeines Alters an, betrachtete ſie aber mehr als Bekannte, denn als Freunde. Indeß wurde ſein gutes Herz doch öfters mißbraucht. Man entlehnte Geld von ihm und er konnte Niemand etwas abſchlagen; er erwies Anderen gerne einen Dienſt und ſo ſich einer bei ihm über Unglücksfälle
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