Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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Indeß thut unſer Reiſender einige Schritte vor⸗ wärts und befindet ſich an der Thüre eines ärmlich möblirten Zimmers, in welchem ein etwa fünfzig⸗ jähriger Bauer an einem Tiſche ſitzt, während eines ſeiner Beine auf einem Schemel ruht.„Wer iſt da?“ fragt derſelbe, nach der Thüre blickend.

„Guter Freund,“ ſagt Johann und ſchreitet wei⸗ ter vorwärts,„ich habe mich im Walde verirrt, ich bin nicht bekannt in dieſer Gegend und ſuche ein Haus, wo ich zu Nacht eſſen könnte, denn ich bin ſehr hungrig. Ich werde bezahlen Freund, denn ich habe ſchon noch Geld.“.

Der Bauer lächelte, indem er Johann anſah, deſſen Jugend und offenes Geſicht ihm Theilnahme einflößten.—„Wenn Sie auch nicht bezahlen könn⸗ ten,“ ſagte er,„glauben Sie, ich würde Ihnen

ein Stück Brod verweigern? Nein, das iſt nicht

meine Gewohnheit, obwohl ich nicht reich bin.“

„O nein, wir ſind nicht reich,“ ſagte der kleine Knabe,„beſonders ſeit unſere Kuh todt iſt.“

„Schweig, Jakob. Treten Sie ein, junger Herr, ſetzen Sie ſich. Ich will Ihnen geben, was ich habe, auch erwarte ich jeden Augenblick meinen älteſen Sohn, der wieder Mundvorrath bringt. Ich glaubte, er wäre es, als Sie klopften.— Er heißt alſo Johann?— Ja.— Gerade wie ich.— Ah, Sie heißen wie mein Sohn! Dies iſt ein wei⸗ terer Grund, daß Sie mit uns zu Nacht eſſen müſſen.“

Johann ſetzt ſich an den Tiſch. Der kleine Jakob