17
ſein Felleiſen auf, um mir die Geſchenke zu zeigen, welche er ſeiner Frau bringe; dabei ſagte er mir, er habe zu Coulomniers tauſend Thaler eingenom⸗ men; dann zog er ſein Portefeuille heraus, um eine Adreſſe zu ſuchen, und nachdem er daſſelbe wieder zugemacht, wollte er es in die Taſche ſtecken, ließ es aber auf den Boden fallen. Alsbald ſtellte ich meinen Fuß darauf, dann bewunderte ich die Geſchenke, welche das Felleiſen enthielt, um den Fremden zu zerſtreuen; endlich hob ich das Porte⸗ feuille unbemerkt auf und verabſchiedete mich.— Unglücklicher! das iſt ein Diebſtahl,“ ſagte Jo⸗ hann, indem er Demar mit Entrüſtung anblickte. —„Nein, es iſt kein Diebſtahl; warum läßt der Tölpel ſein Portefeuille fallen?— Du ſahſt es ſeinen Händen entfallen und hätteſt es ihm wieder geben ſollen.— Ich habe es aber nicht genommen, ſondern nur aufgehoben.— Du mußt es aber dem Eigenthümer wieder zurückſtellen.. Wenn dieſer Reiſende bemerkt, daß es ihm fehlt. wenn man es bei Dir fände.. Ach Gott, wir würden als Diebe verhaftet..— Bah! bah! Du ſiehſt ſogleich Alles im ſchwärzeſten Lichte. Ich werde es nicht zurückgeben.— Gut, ich gehe O Himmel, es iſt nicht mehr Zeit.. Gebt Acht, wir werden verhaftet.“ Demar und Gervais kehren ſich um und ſehen zwiſchen den Bäumen hindurch, hinter denen ſie verborgen find, drei Gendarmen, die in den Gar⸗ ten getreten ſind, am Eingange einer Allee ſtehen
bleiben und Jemand zu ſuchen ſcheinen. Paul de Kock. C. 2


