15⁵
Die jungen Herren gehen in eine abſcheuliche Kneipe und ſpeiſen zum Nachteſſen Omelette und Käſe. Dann weist man allen Dreien ein einziges Bett in einem Manſardenzimmer an; die Nacht bringen ſie mit Streitigkeiten anſtatt mit Schlafen hin; denn das Unglück macht übelgelaunt, beſonders wenn man es verdient hat.
Nach dem Frühſtück am folgenden Morgen be⸗ zahlt Johann die Zeche; trotz aller Einſchränkungen beträgt ſie mit dem Schlafgeld doch ſieben Franken, und Johann ſagt zu ſeinen Kameraden:„Bei aller Sparſamkeit und ſchlechter Koſt werden die zwanzig Franken nicht weit reichen.— Dann wäre es beſſer, wir dinirten gut,“ bemerkte Gervais.
Demar ſprach kein Wort, ſondern betrachtete einen Reiſenden, der ſo eben das Wirthshaus be⸗ treten hatte und unter dem Arme ein ſchweres Felleiſen hielt, das er auf eine Bank neben einem Tiſch ſtellte, an welcher er ſelbſt ſich niederſetzte. Das Geſicht dieſes Reiſenden verrieth Zutraulich⸗ keit und Gutmüthigkeie; kaum war er eingetreten, ſo knüpfte er ein Geſpräch mit allen Perſonen in ſeiner Nähe an und erzählte ihnen ſeine Angelegenheiten.
„Laſſet uns gehen,“ ſagt Johann,„was thun wir hier?— Meiner Treu, ich bin müde,“ verſetzt Demar,„auch haben wir keine Eile... Wir wollen deßhalb noch ein wenig bleiben, und ich hoffe, es wird nicht umſonſt ſein.— Wie?“
Demar ſpricht nicht weiter, ſondern legt ſich auf eine Bank und raucht eine Pfeife. Johann und


