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„Lieber Freund, können Sie uns beherbergen und uns zu eſſen geben?“ fragte Demar mit einem Tone, der ziemlich ſchlecht zu ſeiner Weſte und Kappe paßte.—„Die Herren haben wohl eine Landpartie gemacht?“ ſagte der Wirth lächelnd.
„Nun, was geht ihn das an?“ dachte Gervais. —„O, wir werden Sie gut bezahlen,“ ſagte Jo⸗ hann, indem er auf ſeine Börſe ſchlug.„Da ſind Batzen!— Wir werden Sie aufs Beſte bewir⸗ then.. Wir beherbergen zwar gewöhnlich Nie⸗ mand, aber es ſollen dennoch Betten für Sie her⸗ gerichtet werden.— Und vor Allem ein gutes Souper,“ ſagte Gervais.—„Seien Sie ruhig, Sie werden zufrieden ſein.“
Die jungen Leute ſetzten ſich an einen Tiſch, auf welchem wohl noch nie ein Tiſchtuch gelegen
war, und während man das Souper zubereitete,
tranken ſie ein Glas und der Wirth plauderte mit ihnen.
„Sie haben Vacanz, meine Herren, nicht wahr? — Ja, wir haben Vacanz,“ erwiderte Johann lä⸗ chelnd, und ſich an ſeine Kameraden wendend, ſchnitt er eine jener Grimaſſen, wie ſie unter Arbeitern gewöhnlich find, wenn ſie Jemand anlügen.—„Sie haben einen Spaziergang hierher gemacht. da haben Sie ganz Recht„ die Umgegend iſt aus⸗ gezeichnet und es gibt in unſerem Dorfe ſehr ſchöne Landhäuſer.— Wie heißt Ihr Dorf?— Bagnolet. Ah! Sie wiſſen nicht einmal, daß Sie in Bagnolet ſind?— Das iſt uns ganz gleichgültig, Bagnolet oder Rognolet,“ ſagte Demar achſelzuckend.


