Teil eines Werkes 
1. Th. (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

98

packte alle ſeine Effekten zuſammen.„Ich habe nicht im Sinne, ſo bald wieder zu kommen,“ ſagte er; „ich muß wenigſtens warten, bis ſich der Zorn meines Vaters gelegt hat und es iſt daher klug, Alles mitzunehmen, deſſen ich etwa bedarf. Uebri⸗

gens iſt es ja mein Eigenthum und ich kann dar⸗

über verfügen.“ Als Johann ſein Bündel gemacht hatte, nahm er es in die eine Hand und ſtieg mit zwei Schritten über das Dach in den Speicher, ſo⸗ dann gewann er die Treppe, welche nach der Hausflur führte. Beim Hinuntergehen trat er ſo leiſe als möglich auf, aus Furcht, ſeinen Eltern zu begegnen, aber ſie waren gerade bei der Verſammlung, welche über ſein Schickſal eutſcheiden ſollte. Johann zögerte nicht lange, ſondern verließ raſch das Haus und lief nach der Place⸗Ropal, um ſeine guten Freunde aufzuſuchen.

Demar und Gervais waren wirklich ſehr beſorgt um Johann. Man vergißt nicht ſo leicht einen Freund, der uns mit glänzenden Frühftücken be⸗ wirthet hat und im Stande iſt, uns noch öfters damit zu bewirthen. Die kleine Kataſtrophe, welche auf das Bankett im Café folgte, hatte keine Be⸗ deutung in den Augen der Kameraden Johanns: es iſt nicht das erſte Mal, daß dieſe Herren ſich bei Händeln befanden, aber der Eine zog ſich immer mit ſeiner Frechheit, der Andere mit ſeinen flüch⸗ zigen Beinen aus der Klemme.

„Da iſt er! da iſt Johann!“ riefen Demar und Gervais zu gleicher Zeit.„Ja, ich bin's,“ ſagte Johann, indem er den Schweiß von ſeiner Stirne