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man ſich ſelbſt zuerſt beherrſchen können. Nur aus der Eintracht, welche zwiſchen den Eltern waltet, entnehmen die Kinder gute Beiſpiele.
Johann war beinahe ſechszehn Jahre alt, als Madame Grobblau ſtarb und ihrem Pathen ihr ganzes Vermögen hinterließ, welches gegen ſechs⸗ tauſend Franken Renten abwarf. Madame Durand ſagte alsdann zu ihrem Manne;„Du ſiehſt, unſer Sohn iſt jetzt ſehr wohlhabend und braucht deßhalb kein beſonderes Geſchäft zu erlernen.“
Durand erwiderte, daß, wenn ſein Sohn vom Morgen bis Abend faullenze, er nothwendigerweiſe ſein Geld auf eine thörichte Weiſe verſchleudern müſſe. Auch müſſe jeder Menſch Etwas verſtehen, wenn er nicht ſich und Andere langweilen wollte. Hierin hatte Herr Durand vollkommen Recht und vielleicht noch nie ein trefflicheres Wort geſprochen; aber Madame Durand glaubte, ihr Sohn könne Niemand langweilen:„Johann,“ ſagte ſie,„hat Geiſt, einen guten Humor und Thaler; damit, mein lieber Mann, kann er meiner Anſicht nach jeden Staatspoſten bekleiden.“
Herr Durand behauptete, auch zu dem gering⸗ ſten Amte ſei erforderlich, daß man wenigſtens leſerlich und orthographiſch ſchreiben könne; aber ſeine Frau erwiderte, daß dieſe Strenge vielleicht bei niedern Aemtern, jedoch nicht bei hohen an⸗ wendbar ſei.
„Wenigſtens,“ bemerkte der Herbariſt,„ſollteſ Du unſerem Sohn nicht ſagen, was ſeine Pathe


