32 hat eine charmante Stimme! Wohlan, ich will es küſſen die Mama wird jetzt ſicherlich aufge⸗ wacht ſein.“
Schönzopf zieht den Herbariſten mit ſich und beide Herren gehen in das Zimmer der Wöchnerin, die ſich bereits ein ſehr hübſches Morgenhäubchen aufgeſetzt hat, denn find die Schmerzen einmal vor⸗ bei, ſo denken die Damen ſogleich wieder an den Putz. Madame Durand lächelt dem Perrüquier anmuthig zuz dieſer nähert ſich dem Bette auf den Zehen und Frau Moka bietet ihm das Kind hin mit den Wor⸗ ten:„Sehen Sie, wie hübſch es iſt!“
Schönzopf nimmt den Neugeborenen zärtlich in ſeine Arme und betrachtet ihn aufmerkſam, während Durand beim Anblicke ſeines Söhnchens mit ernſter Miene ausruft:„Es hat ganz und gar mein Kinn und die Form meines Kopfes!— Ja,“ ſagt Schön⸗ zopf,„ich glaube, daß es etwas davon hat.“
Frau Moka nimmt nun das Kind wieder und macht dem Pathen einen Knir, denn Frau Moka legt auf Alles, was ſie thut und ſagt, das gehörige Gewicht, ſo daß man ſogleich merkt, dieſe Wärte⸗ rin gehe in vornehme Häuſer.
„Wann iſt die Taufe?“ fragte Schönzopf.— „Morgen, Herr Gevatter, wenn's Ihnen recht iſ. — Warum nicht, Frau Gevatterin? Sie wiſſen, daß ich immer bereit bin.— Sollten wir aber,“ fiel Durand ein,„nicht warten, bis das Milchfieber vorüber iſt?— O nein, es iſt mir lieber, wenn die Taufe morgen ftattfindet..— Ich ſtimme


