Teil eines Werkes 
1. Th. (1846)
Entstehung
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Dieſer kleine Herr war noch im Morgenhabit und ohne Hut, aber bereits frifirt, als ginge es zum Ball. Auf ſeinem Rücken baumelte ein etwas kurzer, aber ſehr dicker Zopf, der mit einem breiten ſchwarzen Bande geſchmückt war. Die ganze Haartour war mit Puder und Pomade vollgepfropft, obgleich der Puder nimmer zur Mode gehörte; aber dieſer Herr putzte ſich aus beſonderen Gründen auf eine ſolche Weiſe heraus. Er war nämlich Perrüquier und hatte erklärt, daß keine politiſche Umwandlung Europa's ihn jemals bewegen würde, ſeinen Zopf abzuſchneiden.

Herr Schönzopf(ſo hieß der Haarkräusler und er hielt ſehr viel auf dieſen Namen) zählte unge⸗ fähr ſechsunddreißig Jahre und hatte eine volle, kräftige Figur; ſeine, wenn auch etwas große Raſe war doch nicht mißgeſtaltet; ſeine, obwohl etwas kleinen Augen funkelten wie zwei Diamanten und ſein ziemlich großer Mund war nicht ohne allen Reiz und ließ namentlich zwei Reihen ſehr ſchöner Zähne ſehen. Dazu kommen noch ſchwarze Augen⸗ brauen, farbige Wangen, eine kleine, aber wohl⸗ proportionirte Taille, ſchöne Beine, eine reſpektable Beleibtheit und liebenswürdige Manieren. Dies iſt das Porträt des Herrn Schönzopf, der in dem ganzen Quartier als ein ſehr galanter Mann, als ein Verehrer des ſchönen Geſchlechts und als ein Friſeur bekannt war, wie man nur im Palais⸗Royal einen ſuchen mochte.

Katharine öffnet den Laden und Schönzopf tritt

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