Teil eines Werkes 
1. Th. (1846)
Entstehung
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₰ 22 ſehr nahe gekommen iſt. Er läßt deßhalb ſogleich

den Thürklopfer los, flüchtet mitten in die Straße,

nimmt Reißaus durch mehre Umwege und befindet ſich endlich, ohne zu wiſſen wie, vor ſeiner Thüre, die er mit einem Hauptſchlüſſel, den ihm Katha⸗ rine in die Weſtentaſche geſteckt hat, öffnet.

Die Wehen der Madame Durand nahmen mit iedem Augenblicke an Heftigkeit zu. Als ſie nun die Thüre ſehr geräuſchvoll zuſchlagen hörte, rief ſie:„Endlich ſind ſie da!“

Ins Zimmer tritt jedoch nur Durand, bleich, verſtört, ſchweißbedeckt, mit verſchobenem Halstuche und hinunterhängenden Strümpfen. Einige Minu⸗ ten lang kann er gar nicht zu Athem kommen.

„Ach, mein Lieber, Du biſt ſehr ſtark gelaufen,“ ſagt Madame Durand, deren Schmerzen einen Au⸗ genblick ruhen.—„Ja, ja, gewiß bin ich ſtark gelaufen,“ erwidert Herr Durand und blickt rings umher, um ſich zu überzeugen, ob er auch in Si⸗ cherheit ſei.—„Die Zeit iſt uns lang geworden, Herr Nachbar,“ wirft Frau Ledvur ein.

„Mir auch Glauben Sie, es ſei ein Spaß da draußen auf der Straße— Wird der Accou⸗ cheur kommen, mein Lieber?— Ja, Alles wird kommen. Aul ich kann nicht mehr!“

„Was iſt Ihnen, Herr?“ fragt Katharine;„Sie ſehen ganz verſtört aus.— Meiner Treu, das wäre auch kein Wunder. Ich bin angegriffen wor⸗

von einem Diebe, von zwei bis drei Dieben.

Mau hat mich lange genug verfolgt.. Wenn