der Mond beſchien, indem er ſich in ehrfurchtsvoller Entfernung von der in Schatten gehüllten Seite hielt. Noch einige Schritte, und der Herbariſt ſieht bereits das Haus des Aecoucheurs, obwohl es ſich auf der finſteren Seite befindet, was ihn ein wenig genirt da gewahren ſeine unruhig umherſchwei⸗ fenden Augen einen Mann, der gerade vor der Wohnung des Doktors ſteht. Bei dieſem Anblicke ſtutzt der Herbariſt plötzlich, tritt vier Schritte zu⸗ rück und ſucht ſein Taſchentuch, ohne ſich zu erin⸗ nern, daß er gar keines mitgenommen hat. End⸗ lich trocknet er das Geſicht mit dem Halstuche und hält, die Augen fortwährend auf den Mann im Schatten gerichtet, folgendes Selbſtgeſpräch:„Da iſt Jemand es iſt ein Mann.. vielleicht find es zwei in der Dunkelheit kann man nichts genau unterſcheiden aber ohne Abſicht haben ſie ſich gewiß nicht in den Schatten geſtellt.. Wer iſt wohl dieſer Mann? Wenn es Kräuter wären⸗ ſo würde ich ſogleich ihre Eigenſchaften kennen Aber dieſer Teufel von einem Mann! Gerade vor dem Hauſe des Aeccoucheurs.. Ich bin unbe⸗ waffnet ausgegangen die Katharine hat ſo preſſirt. Was nun anfangen? Ich glaube, ich ſollte zuerſt zu Frau Moka gehen und nachher wie⸗ der hierher kommen; vielleicht iſt alsdann dieſer Menſch nicht mehr da. Seltſam, es jetzt nimmer ſo kalt als vorhin.“
Während Durand ſolche Betrachtungen anſtellte, hielt er ſich immer auf der vom Monde erleuchteten


