daß weder der Accoucheur noch ihr Mann kommt, allein die Nachbarin ſucht ſie zu beruhigen, indem ſie ihr fortwährend nicht nur ihre eigenen Rieder⸗ künfte, ſondern auch diejenigen anführt, von denen ſie ſchon Zeuge war.
Schon ſeit drei Viertelſtunden iſt Durand fort und es erſcheint immer noch Niemand, während der Accoucheur und die Wärterin nicht weit entfernt wohnen. Frau Durand und Katharine werden un⸗ geduldig, die Nachbarin aber beruhigt ſie.
„Wenn ich am Ende ohne den Accoucheur nie⸗ derkäme!“ rief Frau Durand.—„Um ſo beſſer, liebe Nachbarin, dann wäre es eine leichte Geburt. Dies war bei meinem zehnten der Fall, ein hübſcher Junge„ vom Papierhändler. Doch Sie kennen ihn, es iſt Jules, der die Tochter eines Limonade⸗ ſchenken auf dem Boulevard du Temple geheirathet hat. Ich hatte den Abend vorher das Gaitétheater beſucht; ich glaube, man gab Hüon von Bor⸗ deaux, oder die Liebesprobe eine hübſche Pantomime mit Metamorphoſen. Wie ich aus dem Theater nach Hauſe gekommen war und kaum ſou⸗ pirt hatte, ſo befielen mich Geburtswehen und zehn Minuten nachher— Ach, Frau Ledoux, welche Schmerzen!— Muth, meine liebe Nachbarin! Wenn Sie vierzehn Kinder gehabt hätten, wie ich, ſo wären Sie nicht ſo erſchrocken.“
Während ſeine Ehehälſte klagt und ſeufzt, läuft Durand, in ſeine Hände blaſend, durch die Straße, Nachdem er etwa zweihundert Schritte weit gekommen,


