Teil eines Werkes 
1. Th. (1846)
Entstehung
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14 beſaßen, wenn ein derartiges Ereigniß in dem Quartiere vorfiel, ſo wandte man ſich gewöhnlich zuerſt an die Wittwe des Papierhändlers, des Ge⸗ richtsdieners und des Ebeniſten.

Auf die erſten Worte Katharinens erwiderte Frau Ledour:„Sogleich ich ſchlüpfe nur in mein Kleid und komme dann hinunter.“ Wirklich war die Bonne kaum bei ihrer Gebieterin angelangt, als Frau Ledvux mit ihrer Wachskerze in der Hand in faſt geſpenſterhaftem Neglige hereintrat.

„Ei, Frau Nachbarin, iſt es ſchon ſo weit ge⸗ kommen?— Ja, Frau Ledoux, ich glaube, dies⸗ mal wird's Ernſt,“ erwiderte Madame Durand, unter leichten Zuckungen, welche ihr der Schmerz abnöthigte.

„Um ſo beſſer, liebe Nachbarin. Es iſt immer beſſer, bei Nacht als bei Tage niederzukommen: man hat mehr Ruhe. Meine drei erſten, mein fünftes und meine vier letzten Kinder habe ich gleich⸗ falls bei Nacht geboren. Jetzt iſt's Ein Uhr. Wenn es nur nicht ſo lange dauert, wie bei Frau Du⸗ pont, der Wurſthändlerin, bei welcher ich letzten Samstag war; dieſe hatte ſechszehn Stunden lang Geburtswehen, und das iſt entſetzlich!“

„Ach, kein Accoucheur keine Wärterin.. kein Menſch iſt da!— Wie, bin denn nicht ich da? verſtehe ich nicht ſo viel als Alle zuſammen? Als ich mein achtes Kind hatte„es war ein Bube, der am Gallenfieber ſtarb das herzige Kind s ißt Schade, es hatte eine ſchöne Naſe