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bekommen würden, als ihnen lieb wäre. Als hier⸗ auf die Jahre dahinſchwanden und die Familie ſich nicht mehrte, ſagte Durand, der Handel gehe ſchlecht und man müſſe vorher ein kleines Vermögen ſam⸗ meln. Da jedoch das Vermögen des Herbariſten mit jedem Tage zunahm, weil ſein Handel ſehr gut ging, ſagte Durand, um ſeine Frau zu tröſten: „Es iſt nicht mein Fehler, ſondern der Deine; wenn noch die Zeit der Patriarchen wäre, ſo hätte ich das Recht, Dich zu verſtoßen, oder auch eine zweite Frau zu nehmen, oder auch Kebsweiber zu halten; denn die Polygamie war zu den Zeiten Abrahams, Iſaaks und des großen Salomo erlaubt.“ Dagegen verſetzte Felicité Durand:„Wenn wir zu Sparta oder Lacedämon lebten, ſo hätteſt Du mir bereits einen hübſchen Jüngling zugeführt, um zu erproben, ob dieſer glücklicher wäre als Du; denn bei den Griechen war es nichts Seltenes aß eine verheirathete Frau ſich mit Zuſtimmung hres Mannes den Liebkoſungen eines ſchönen Jünglings hingab. Die Bürger ſchenkten einer ſo menſchen⸗ freundlichen Handlungsweiſe ihren Beifall und er⸗
warteten aus einer ſolchen Verbindung Kinder, die
der Republik Ehre machen würden.“
„Frau, wir ſind nicht in Griechenland,“ ent⸗ gegnete Herr Durand.—„Auch nicht in Egypten, Herr Gemahl,“ verſetzte die Ehehälfte. Man ver⸗ ſichert jedoch, daß wir viele Gebräuche der Alten angenommen haben. Doch kehren wir zur armen Ma⸗ dame Duraud zurück, die wir in Kindsnöthen verließen.
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