Teil eines Werkes 
1. Th. (1846)
Entstehung
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8 ſitzen und hielt folgendes Selbſtgeſpräch:„Nun, es iſt doch ſonderbar, daß meine Frau bei Nacht niederkommt, nach meiner Berechnung hätte ſie ſollen bei Tag niederkommen aber in ſolchen Dingen kann man ſich natürlich täuſchen. Es iſt nicht wie bei den Kräutern und ihren Eigenſchaften. Der, welcher mich auf einem Fehler ertappen wollte, müßte ſehr geſchickt ſein. Ich kenne ſicherlich die Namen von mehr als zweitauſend Pflanzen ja noch weit mehr, ich kenne ſogar die lateiniſchen Benennungen. Im Traum ſammelte ich Kletten, doch plötzlich waren es keine Kletten mehr, aber ich kann mich nimmer erinnern, in welche Pflanzen ſie ſich verwandelten.“

Ganz in ſeinen Traum vertieft, ließ Durand den Kopf auf das Kiſſen zurückfinken, ſeine Augen ſchloſſen ſich wieder und bald ſchnarchte er aufs Neue, ohne Zweifel um das Ende des merkwürdigen Traumes zu erfahren.

Katharine war unterdeſſen wieder zu ihrer Frau gegangen, die von Zeit zu Zeit Zeichen des Leidens gab, ächzte, ungeduldig umherblickte und dachte, der Geburtshelfer werde nicht zeitlich genug kommen. Madame Durand war um ſo unrhiger, als ſie noch nie Mutter geweſen war, obwohl ſie ſich bereits ihrem fünfunddreißigſten Lebensjahre näberte. Seit zwölf Jahren ſchon wünſchte ſie ſehnlichſt ein Kind zu bekommen. In der erſten Zeit ihrer Ehe gab Durand ihr immer zur Antwort, daß die Sache keine Eile habe und daß ſie noch mehr Kinder