Herrn am Arme zu ſchütteln, damit er nicht wieder
einſchlafe;„unwohl! Mein Gott, haben Sie denn vergeſſen, daß Madame ſchwanger iſt und jeden Augenblick ihre Niederkunft erwartet?“
„Beim Blitz!'s iſt wahr, Katharine!“ erwidert Durand und ſetzt ſich im Bette aufrecht.„Mein Traum iſt ſchuld daran, daß es meinem Gedächtniſſe
tfallen iſt. Denke Dir, mir träumte, ich ſammle auf einem ebenen Felde Kletten, als plötzlich — Ach, Herr, es handelt ſich jetzt nicht um Ihren Fraum Ich verſichere Ihnen, Madame wird iederkommen, holen Sie ſchnell den Geburtshelfer und die Wärterin Sie wiſſen wohl, Madame Moka, in der Rue des Nonaindiéres.. Beeilen Sie ſich, Herr; ich muß wieder zu Madame gehen, denn ich kann ſie nicht allein laſſen.“
Mit dieſen Worten verließ die Bonne das Zim⸗ mer, in welchem Durand ſchlief, ſeitdem ſeine Ehe⸗ hälfte ſich dem Ziele ihrer Schwangerſchaft näherte. Dieſes Gemach diente zugleich auch als Magazin. An den Wänden hetum waren Fächer angebracht und mit Kräutern, Wurzeln u. ſ. w. gefüllt, wäh⸗ rend andere Pflanzen zum Trocknen an ausge⸗ ſpannten Schnüren hingen. Unter dieſen würzigen Kräutern hatte alſo Durand ſeine proviſoriſche Lagerſtätte, weßhalb man ihn, wenn er das Bett verließ, leicht für einen wandelnden Kräuterſack halten konnte.
„Gut, Katharine, ich gehe eilends,“ ſagte der
Herbariſt gähnend; dann blieb er auf ſeinem Bette


