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Intereſſe nachkommend, die Heilkunde beſſer als irgend ein Botaniker der Hauptſtadt zu kennen glaubte und ſehr böſe wurde, wenn man ihn einen Samenhändler nannte, war nach einer unabänder⸗ lichen Gewohnheit, wovon er nicht einmal an ſei⸗ nem Hochzeittage abwich, um elf Uhr zu Bette gegangen. Seit zwölf Jahren hatte Francvis Du⸗ rand mit Mademviſelle Felicité Legros, der Tochtt eines Buchhändlers aus Paris, zur Fahne Hymens geſchworen. Durand war alſo zu Bette gegangen, lag ab⸗ nicht neben ſeiner Gattin, aus einem Grunde, de Ihr ſogleich erfahren werdet. Durand ſchlief ſehr feſt, da die Kräuterkunde ſeine Einbildungskraft. nicht ſo ſehr erhitzte, daß er des Schlafes beraubt worden wäre. Schon ſeit einigen Minuten ſchüttelte ihn ſein Dienſtmädchen Katharine am Arm und ſchrie ihm in die Ohren, als er endlich die Augen öffnete und den Kopf auf ſeinem Kiſſen halb auf⸗ richtete:„Was gibt's, Katharine? Was gibt's? Wozu dies Geſchrei?“&
„Wozu, Herr? Schon ſeit zehn Minuten ſage ich Ihnen, daß Madame Wehen fühlt.. Wehen, die mit jedem Augenblicke zunehmen, was eine bal⸗ dige Entſcheidung der Sache anzeigt.“
Durand erhebt plötzlich ſeinen Kopf vom Kiſſen, ſchiebt ein wenig die Schlafmütze zurück und mur⸗ melt, indem er das Mädchen verwundert anßarrt: „Iſt meine Frau unwohl?“
„unwohll⸗ ruft die Bonne und fährt fort, ihri


