Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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verdanke ich mein ganzes Glück! O mein Freund, verlaſſen Sie mich nicht mehr. Ich wünſche, daß Sie Ihre Beſchäftigung aufgeben und den Reſt Jh⸗ rer Tage in Ruhe und Behaglichkeit verleben.

Ich mich zur Ruhe begeben! ſprach Jerome. Ah, warum denn? ich bin nicht krank! Meinen Stand verlaſſen! O nein, Herr Guerreville. Er⸗ lauben Sie mir, immer Waſſerträger zu bleiben, und nichts als Waſſerträger.. Sie werden mich deßhalb nicht weniger gern bei ſich ſehen, und ich werde dadurch beruhigter ſein. Ah, wenn ich nicht mehr die Kraft haben ſollte, meine Eimer zu tra⸗ gen, dann würde ich nicht nein ſagen, dann würde ich zu Ihnen kommen und Sie um ein kleines Kämmerchen bitten, in einem Winkel.. Sie wer⸗ den mir doch immer erlauben, meine Zinzinette zu umarmen. das iſt Alles, was ich brauche, um glücklich zu ſein.

Statt aller Antwort drückte Guerreville den Au⸗ vergnaten an ſeine Bruſt und die Kleine ſprang ihm an den Hals.

Man ſagt, große Aufregungen wären gefährlich, aber diejenigen, welche die Freude erzeugt, haben ſelten eine üble Nachwirkung. Acht Tage nach die⸗ ſem Ereigniſſe war Guerrville vollkommen herge⸗ ſtellt; ſeine Enkelin hatte ihn aber auch nicht einen Augenblick verlaſſen, und ſie war ſo liebenswürdig, ſo ſanft, ſo zärtlich, daß er gar nicht müde werden konnte, zu ihr zu ſagen:Mein theures Kind! Du haſt mir meinen Verluſt vollkommen erſetzt.