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Eines Tages ſagte meine Frau, als ſie nach Hauſe kam:„Wir haben unter uns eine junge Frau zur Nachbarin, die ſehr artig iſt, die aber ſehr traurig, ſehr unglücklich zu ſein ſcheint; ſie iſt nahe daran, Mutter zu werden, und ihre Augen zeigen, daß ſie beſtändig weint. Ich bilde mir ein, daß es ein junges Mädchen iſt, die ein ſchlechter Menſch ver⸗ führt und dann hat ſitzen laſſen.““ „O mein Eott!“ rief Guerreville, Jerome un⸗ terbrechend,„dieſe arme Frau war vielleicht „Warten Sie, warten Sie und Muth, mein Herr. Ich ſagte zu meiner Frau: beſuche dieſe arme Dome und nimm keinen Anfßand, ihr Deine Dienſte anzubieten, wenn ſie deren bedarf; Nach⸗ barn müſſen ſich gegenſeitig behülflich ſein. Darauf hatte meine Frau nur gewartet. Sie ging hin und bot der jungen Nachbarin ihre Dienſte an; dieſe war durch das freundliche Entgegenkommen meiner Frau ſehr gerührt, und wenn ſie mit ihr ſprach, ſagte ſie immer:„„Sobald mein Kind auf der Welt ſein wird und ich wieder genug Kräfte werde geſammelt haben, will ich zu meinem Vater zurück⸗ kehren zu meinem Vater, den ich verlaſſen habe aber er wird mir verzeihen, denn er iſt ſo gut! O ja, bei ihm werde ich nicht mehr un⸗ glücklich ſein.““ „Ach, Jerome, ſie war's meine Pauline, meine Tochter.. O ja, ſie mußte ſo ſprechen.“ „Mein Freund, Muth!“ ſagte der Doktor;„ſo
wiele Aufregungen„ ich fürchte Paul de Kock. XCVIIMI. 9


