Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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Jerome, mein Freund, was haben Sie denn? fragte Guerreville, den Auvergnaten unruhig be⸗ trachtend;Sie weinen, wie ich glaube.

Ach, mein guter Herr. beklagen Sie mich nicht. ſie find ſo ſüß, es find Thränen der Freude, des Glückes. Ach, mein Gott, wäre es mög⸗ lich!. O, aber ich würde zu glücklich ſein. ich wage es noch nicht, daran zu glauben.

Erklären Sie ſich doch, mein Freund.

Ach! das kann ich nicht ich kann es nicht; bevor ich ſpreche, muß ich nach Hauſe laufen die Papiere, die Briefe bervorſuchen, welche als Beweiſe dienen ſollen. O, Gott ſei Dank, ich habe immer Alles ſorgfältig aufbewahrt.. Warten Sie auf mich warten Sie auf mich; o, ich werde nicht lange aus ſein.

Und Jerome lief wie toll hinaus. Guerreville und der Doktor ſahen einander an, ſie begriffen das Benehmen des Waſſerträgers durchaus nicht, und erwarteten deßhalb nur um ſo ungeduldiger deſſen Zurückkunft..

Noch waren nicht zehn Minuten verfloſſen, als Jerome keuchend zurückkehrte, mit Schweiß und Staub bedeckt; er ſetzte ſich raſch an Guerreville's Bett, indem er ſagte:Jetzt, mein Herr, yören Sie mich an ich werde mich deutlicher erklären. Es mögen ungefähr neun Jahre ſein. ja, es war im Monat Oktober, meine arme Frau lebte noch; wir hatten uns eben ein kleines Dachſtübchen in einem Hauſe der Rue Saint⸗Martin gemiethet.