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Erzählung zu finden ſchien;„neun Jahre!.. iſt ſonderbar!“
Ohne Jerome's Ausruf zu beachten, ſetzte Guerre⸗ ville ſeine Erzählung fort.
„Sie können ſich nun meinen Schmerz, meine Verzweiflung denken. Vergeblich reiste ich überall umher nichts, keine Nachricht, weder von mei⸗ ner Tochter noch von ihrem Entführer. Aber ſtellen Sie ſich mein Erſtaunen, meinen Unwillen vor, als
ich in dieſem Emil Delaberge denjenigen erkannte,
welcher ſich unter dem Namen Daubray haite bei mir einführen laſſen. Der Elende! er ſtand im Begriff, ſich zu verheirathen Ah, meine erſte Bewegung war, meine Tochter von ihm zurückzu⸗
fordern. Der Riederträchtige that, als kenne er
mich nicht! Ich zwang ihn, ſich mit mir zu ſchla⸗ gen; Sie kennen den Ausgang dieſes Kampfes. Heute, in ſeiner Sterbeſtunde, iſt endlich ſein Ge⸗
von Thränen erſtickten Stimme:„Ich bin ſehr ſchuldig, mein Herr, aber im Augenblicke, da ich
Ihnen Ihre Tochter entführt und ſie insgeheim nach
Paris gebracht; ich hatte jedoch niemals die Abſicht,
ſie zu heirathen. Nach Verfluß von ſechs Monaten, müde ihrer Klagen, verließ ich ſie. Das Schlimmfte
das
ſ ſterben ſoll, erkenne ich meine Fehler. Ja, ich habe
1 wiſſen erwacht. aber er gibt mir meine Tochter nicht wieder. Sehen Sie, was er mir ſchreibt.. Hören Sie, hören Sie wohl!“ Guerreville nahm das Papier und las mit einer


