20
Zärtlichkeit, meiner Liebe, das iſt das einzige Mit⸗ tel zu unſerer Verbindung.“ Endlich willigte ſie ein. Da wurde, ohne ihr Zeit zur Ueberlegung zu laſſen, unſere Flucht in der nächſten Nacht beſchloſ⸗ ſen. Herr Daubray war ſchon darauf vorbereitet, dazu eingerichtet, ein Wagen mit Poſtpferden er⸗ wartete uns hinter der Mauer des Gartens. Ach! mein Herr, wären Sie in dieſem Augenblicke Zeuge des Schmerzes Ihrer Tochter geweſen. ſie rief Sie beim Namen ſie wollte nicht abreiſen.. man mußte ſie wegtragen.“
Guerreville gab der Madame Armand durch ein Zeichen zu verſtehen, daß ſie einen Augenblick inne halten ſollte, und indem er ſein Haupt an die Bruft ſeines Freundes lehnte, ließ er den Seufzern⸗ welche ihn zu erſticken drohten, freien Lauf. Nach einer Pauſe von einigen Minuten gab er der Frau ein Zeichen, fortzufahren.
„Wir reisten ab, mein Herr. Nachdem wir einige Meilen zurückgelegt hatten, hielten wir, ge⸗ gen Tagesanbruch, bei einem Gaſthofe an; hier händigte mir Herr Daubray die Summe ein, welche er mir verſprochen hatte, und ſagte dabei:„„E iſt unnöthig, daß Sie noch bei uns bleiben; Ihre Gegenwart in Paulinens Nähe iſt nicht mehr erfor⸗ derlich, da ich ſie heirathe, und ich denke nicht, daß Sie Luſt haben werden, mit uns zu ihrem Vater zurückzukehren, der Sie übel empfangen würde.“ Nachdem er dieſe Worte beendet hatte, verließ er mich, ohne mir erlauben zu wollen, nochmals Fräu⸗


