Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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Jahre, als durch Elend und Leiden gealtert ſchien. Dieſe Fran, welche fünfzig Jahre alt ſein konnte, war mit Lumpen bedeckt, ihr Geſicht war fürchter⸗ lich mager und blaß, und in dem gegenwärtigen Augenblicke war in ihren Augen ein Ausdruck von Schrecken und Unruhe zu leſen, der ihrer ganzen Geftalt noch einen weit elendern Anſchein gab.

Guerreville, deſſen Züge eine lebhafte Unruhe ausdrückten, in welche ſich jedoch auch einige Hoff⸗ nung miſchte, ließ dieſe Frau, welche Mühe zu ha⸗ ben ſchien, ſich aufrecht zu erhalten, eintreten und ſich niederſetzen. Als er Jenneval erblickte, ſagte er nur die Worte zu ihm:Madame Armand.. die⸗ ſelbe, welche bei meiner Tochter war welche mit ihr entflohen iſt.

Jenneval wurde nun Alles klar, und indem er ſich dieſer Frau näherte, wartete er, eben ſo ängſt⸗ lich als ſein Freund, darauf, daß ſie endlich im Stande ſein würde, zu ſprechen.

Als diejenige, welche eben hereingeführt worden war, ſich allein zwiſchen dem Doktor und Guerre⸗ ville ſah, faltete ſie die Hände zuſammen und fiel auf die Knie, indem ſie rief:Gnade, Gnade, ich flehe Sie darum!

Auf, Madame, fürchten Sie nichts! antwor⸗ tete Guerreville lebhaft;Sie haben mir viel Un⸗ heil zugefügt, aber glauben Sie, daß ich mich da⸗ für rächen wollte, indem ich Sie mißhandelte?.. Wohlan! erholen Sie ſich, ſammeln Sie Ihre Gei⸗

ſteskräfte wieder, die mein Anblick verwirrt zu ha⸗ Paul de Kock. XCvII. 2