das habe ich Alles dieſen Morgen erfahren. Ach! Eduard! Eduard! ich bitte Sie, im Namen Ihrer alten Erinnerungen, ſchaffen Sie mir meine Toch⸗ ter wieder.“
„Madame, ich werde Alles thun, was ich ver⸗ mag. Aber ohne Zweifel verfolgt Ihr Gemahl be⸗ reits die Spur des Räubers.“
„Mein Mann? Ach! wenn ich auf den warten ſollte, das wäre ſchön! er wird meine Tochter zurückbringen wie Mutter Gigognier. Eduard! auf Sie allein verlaſſe ich mich.“
Indem ſie dieſe Worte ſprach, hatte ſie ſich er⸗ hoben, und während ſie ſich Guerreville nahte, be⸗ mächtigte ſie ſich ſeiner Hände, welche fie mit einer Gewalt ſchüttelte, als hätte ſie ihn elektriſiren wollen.
Seit dem Eintreten der fremden Damen hatte die arme Marie kein Wort geſprochen; ſie hatte nicht einmal geſeufzt; ſie hörte Alles geduldig mit an und wartete vielleicht darauf, zu ſprechen, wenn Madame Grillon würde geendet haben; aber Ma⸗ dame Grillon endete nicht. Als ſie nun ſah, daß dieſe Letztere ſich der Hände Guerreville's bemäch⸗ tigt hatte und ſie mit Nachdruck preßte, damit ſie ihr ihre Agathe wiederſchafften, ſchien Marie ihren Muth wiedergefunden zu haben, und indem ſie ſih ihrerſeits auch erhob, rief ſie:„Und ich, mein Herr, werden Sie nichts zu meinen Gunften thun? werden Sie nicht Mitleiden haben mit meinen Schmer⸗ zen? werden Sie nicht die Gnade haben, an meinen Sohn zu denken, der ſeine Mutter verlaſſen will⸗


