Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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an, ihre Thränen zurückzuhalten. Guerreville wußte ihr nichts zu erwidern, er wandte die Augen ab und heftete ſie traurig auf die Erde; die Stimme ſeines Herzens ſagte ihm, daß Mariens Vorwürfe gerecht waren und daß er für Julius zärtlichere Theilnabme hätte beweiſen ſollen.

Marie weinte noch, und da Guerreville nichts fand, womit er ſie tröſten ſollte, ſo ſtand er ſchwei⸗ gend an ihrer Seite, als ſich plötzlich eine Frauen⸗ ſtimme im Vorzimmer hören ließ.

Es war Madame Grillon, welche der treue Georg melden wollte, die ſich aber dem widerſetzte, indem ſie ausrief:Ich weiß, daß Euer Herr zu Hauſe iſt... und ich muß ihn ſehen, ihn ſprechen. Ich bin genau genug mit ihm bekannt, um nicht mehr nöthig zu haben, bei ihm angemeldet zu werden.

Und ohne die Antwort des Dieners abzuwarten, ſiürzte die zärtliche Euphemie auf die Thür und ging auf Guerreville zu, indem ſie rief:Schaffen Sie mir meine Lochter wieder!... Eduard, man entführt meine Tochter, meine Agathe, Ihre Pathe, Ihre. Ach Gott! ich weiß gar nicht mehr, was ich ſpreche, ich bin ſo verzweifelt. aber ich will meine Lochter.. Lch! Sie werden ſie wieder⸗ finden, nicht wahr? und Sie werden ihren ſchänd⸗ lichen Entführer züchtigen!

Nachdem ſie dieſe Worte mit einer außerordent⸗ lichen Geläufigkeit ausgeſprochen hatte, ließ ſich Madame Grillon in einen Lehnſtuhl nieder, und