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mit Staunen Thränen in den Augen ihrer jungen Beſchützerin bemerkt hatte, ſagte dieſe zu ihr:„Wenn Du willſt, daß ich Dich immer lieben ſoll, ſo mußt Du meiner Großmutter nicht ſagen, daß Du mich haſt weinen ſehen.“
Sechs Wochen waren verfloſſen, und dieſe Zeit hatte dem jungen Mädchen ſehr lange geſchienen, da Stephanie die Stunden und die Tage zählte, oft weinend, aber noch hoffend.
Um die Mitte eines Tages, der eben ſo traurig
heimen auszuweinen, und, da Zizine mehremal
angefangen hatte wie die andern, wurde ein Beſuch
angemeldet. Delaberge erſchien bei Madame Dol⸗ bert und zeigte ſich Stephanie, die gerade ihrer
Großmutter zur Seite ſaß und ihren Augen kaum trauen wollte, da ſie den Mann wieder ſah, der
ihr für ewig Lebewohl geſagt hatte. Die Ankunſt Emils hatte etwas Wichtiges,
Feierliches; nach einigen gebräuchlichen Begrüßun⸗ gen näherte er ſich der Madame Dolbert und ſagte:
„Sie haben mich lange Zeit nicht geſehen, Ma⸗ dame; ich habe einige Familienangelegenheiten in Ordnung bringen wollen, bevor ich eine Frage an Sie richtete, um derentwillen ich heute hergekommen
vin. Madame ich liebe Fräulein Stephanie..
Sie kennen meine Familie... Mein Vermögen be⸗ läuft ſich faſt auf hunderttauſend Franken Rente, ich bitte Sie um die Hand Ihrer Enkelin. Wenn mich dieſe nämlich als Gatten nicht ver⸗ ſchmäht.“


