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die folgenden Tage konnte er ſie nicht mehr ver⸗ laſſen. Bald wollte er ſie vergeſſen und überließ ſich ſeiner Leidenſchaft, bald hoffte er noch ein Tete- à- Téte zu erlangen, dann verzweifelte er wieder daran, jemals ſein Glück zu machen, ſo daß er am Ende gar nicht mehr wußte, welche Partie er ergreifen ſollte.
Eines Abends endlich benützte Emil einen Augen⸗ blick, da Zizine am Piano beſchäftigt war, nahm Stephaniens Hand und ſie heftig in der ſeinen drü⸗ ckend, ſagte er mit dem Tone der Leidenſchaft zu ihr:„Ich kann ſo nicht mehr leben.. Stephanie, man ſchlägt dem Manne, den man liebt, nichts ab Sie verſichern mich, ich ſei Ihnen immer
noch theuer, und doch kann ich nicht die mindeſte
Gunflbezeigung von Ihnen erlangen... bewilligen
Sie mir ein Rendezvous.. einen Augenblick der
Unterhaltung... wenn Sie mir dies abſchlagen, ſo lieven Sie mich nicht und Sie werden mich nicht wieder ſehen.“
„Ich werde Sie alſo nicht wieder ſehen, mein Herr,“ erwiderte Stephanie, indem ſie ihm ihre
Hand entzog;„denn ich will lieber Ihre Liebe, als
meine Entehrung beweinen.“
Emil war durch dieſe Antwort und den Ton, mit welchem man ihm bewies, daß er nicht mehr die mindeſte Hoffnung in ſeinen lafterhaften Plänen haben könnte, niedergeſchmettert. Er entfernte ſich wüthend und verzweifelnd, indem er ſchwur, nimmer


