Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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eine Flamme zu ſein, nichts weiter als ein Dampf bleiben.

Auch Stephanie erſchrak vor Freude, als ſich Delaberge bei ihrer Großmutter wieder ſehen ließ; ſie ſaß gerade bei der guten Mama, deren Geſund⸗ heit ſich täglich mehr ſtärkte und die nun ſchon weniger Zeit im Bette zubrachte.

Emil wurde durch Stephaniens Bläſſe lebhaft gerührt; ſie ſchien ihm noch ſchöner zu ſein; ſie wechſelten einen flüchtigen Blick, in welchem aber ſehr viel für diejenigen lag, die ihn verſtanden; von der einen Seite lag Liebe, Hoffnung und Reue darin, von der andern Beſtändigkeit, Kummer und Verzeihung.

Die gute Mama machte Delaberge freundliche Vorwürfe, weil er ſie ein wenig vernachläſſigt hätte. Stephanie ſprach nichts, ſie fürchtete durch den Ton ihrer Stimme ihre Aufregung zu verrathen.

Emil benützte einen flüchtigen Augenblick, wo das Mädchen in ein anderes Zimmer ging, um ganz leiſe zu ſagen:Lieben Sie mich noch?

Stephanie antwortete nichts, aber zwei große Thränen entſchlüpften ihren Augen, und ſie ver⸗ ſuchte umſonſt, ſie ihrem Geliebten zu verbergen.

Indeß ſuchte Emil vergebens Gelegenheiten, mit Stephanie allein zu ſein; man ſah, daß dieſe die⸗ ſelben mit eben ſo großer Sorgfalt floh, als ſich bemühte, ſie herbeizuführen.

So verſtrichen mehre Wochen; bisweilen ging Emil drei bis vier Tage nicht zu Stephanie, aber